Die Datei /etc/fstab

Die Datei /etc/fstab enthält notwendige Informationen, um das Einhängen von Partitionen zu automatisieren. Die Definitionen der Partitionen werden je Zeile angelegt und durch Leer- oder Tabulatorzeichen in sechs Abschnitte geteilt. Möchte man in der fstab Datei weitere Partitionen hinfügen (z.B um externe Festplatten dauerhaft einzuhängen), muss man sie in einem Texteditor eröffnen und die entsprechende Zeile einfügen.

Die fstab Datei wird von dem Befehl mount benutzt, um festzulegen, wo genau welches Laufwerk eingehängt werden soll.

Hier ist eine /etc/fstab Datei:

linux fstab datei

Eine Linie, die mit einer Raute (#) beginnt, ist ein Kommentar und wird ignoriert.

 

Wie Sie im Bild oben sehen können, hat jede Zeile sechs Abschnitte. Hier ist eine kurze Beschreibung der Abschnitte:

  • Dateisystem – das eingehängte Gerät. Entweder als ein Label oder die UUID repräsentiert.
  • Mountpunkt – das Verzeichnis, in dem die Partition eingehängt werden soll. In der Regel ein leeres Verzeichnis in einem anderen Dateisystem.
  • FStype – Typ des Dateisystems (z.B. ext2, ext3, ReiserFS usw.)
  • Optionen – die Optionen, die den Zugriff auf das jeweilige Dateisystem steuern. Mehrere Optionen werden durch Kommata ohne Leerzeichen getrennt.
  • Dump – wenn man dump (ein Backup-Programm ) einsetzt, wird hier festgelegt, ob die Partition gesichert wird. Hier steht 1, wenn dump dieses Dateisystem sichern soll oder wenn nicht. Wenn Sie dump nicht benutzen, können Sie diese Option ignorieren.
  • Pass (Durchgang Nr.) – die Reihenfolge, in der Dateisysteme mit fsck geprüft werden. 0 = keine Überprüfung, 1 = wird zuerst überprüft, 2 = wird überprüft nachdem alle mit 1 markierten Dateisysteme überprüft wurden. Die root-Partition soll eine 1 bekommen und alle anderen lokalen Partitionen eine 2.

Betrachten Sie die folgende Zeile aus unserer /etc/fstab Datei:

linux etc fstab zeile

Diese Zeile gibt an, dass die Partition /dev/sdc1 in /novi_disk eingehängt werden soll. Die Partition wird mit ext3 formatiert werden. Die mount-, dump– und fsck-Optionen sind auch festgelegt.

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