Dateisysteme debuggen

Man kann mit dem debugfs Befehl ein ext2-, ext3- oder ext4-Dateisystem debuggen. debugfs wird oft auch benutzt, um gelöschte Dateien in Linux wiederherzustellen. Nach dem Aufruf des Befehls erhalten Sie einen Prompt, innerhalb dessen Sie Befehle eingeben können:

linux debugfs befehl

Hier ist eine Liste von debugfs-Befehlen:

  • show_super_stats oder stats – gibt den Inhalt des Superblocks aus.
  • undelete INODE NAME – stellt eine Datei wieder her. INODE ist die Inode-Zahl der gelöschten Datei und NAME ist der neue Dateiname. Man kann eine Liste von gelöschten Inodes mit dem Befehl list_deleted_inodes bekommen.
  • write QUELLDATEI DATEI – kopiert die Quelldatei in die neu angelegte Datei.
  • stat DATEINAME – zeigt den Inhalt der zur Datei gehörenden Inode an.
  • help – zeigt die Befehlsliste an.
  • quit – beendet das Programm.

Sie können auch viele einfache Linux-Befehle innerhalb des debugfs Promts benutzen wie z.B. cd, rm, rmdir usw.

Hier ist ein Beispiel, das zeigt, wie man die Dateisysteminformationen innerhalb debugfs anzeigen kann:

linux debugfs stats

Hier ist die Ausgabe des obigen Befehls:

linux debugfs stats ausgabe

 

Ein Dateisystem sollte man aushängen, bevor man debugfs benutzt.

 

Ein xfs-Dateisystem kann man mit dem Befehl xfs_db debuggen. Wie bei debugfs erhalten Sie nach dem Aufruf des Befehls xfs_db einen Prompt, innerhalb dessen Sie Befehle eingeben können:

linux xfs_db befehl

Geben Sie help ein, um die Befehlsliste anzuzeigen.

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